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Ladies Lunch der Frauen-Union Trier mit dem Thema: “Politik hat Flüchtlingsproblematik verschlafen”

25. Februar 2015


TRIER. Eine Tradition soll er begründen, der “Ladies Lunch” der CDU-Frauen in Trier. Schon beim Auftakt zur neuen Reihe im Walderdorff‘s am Domfreihof konnte Jutta Albrecht viele interessierte Teilnehmerinnen begrüßen. Gastrednerin war die CDU-Landtagsabgeordnete Serap Güler aus Nordrhein-Westfalen. Güler ist ferner Sprecherin des Arbeitskreis “Integration” der CDU. Auf Einladung der Frauen-Union (FU) weilte Güler für einen Tag in Trier. Albrecht ist Vorsitzende der hiesigen Frauen-Union. Am 14. März kandidiert die Lehrerin für den Vorsitz im Kreisverband Trier der CDU.

“Die Politik hat die Flüchtlingsthematik völlig verschlafen”, betonte Güler. Viel früher hätten aufgrund der weltpolitischen Entwicklungen Vorkehrungen bei der Ausweitung oder Errichtung weiterer Erstaufnahmestellen getroffen werden müssen. Die Soforthilfe des Bundes in Höhe von 25 Millionen Euro für die Städte, die besonders von Armutseinwanderung betroffen sind, sei grundsätzlich zu begrüßen. Dies gelte jedoch nicht für den von Bundessozialministerin Andrea Nahles festgelegten Verteilungsschlüssel, der eben nicht zur Entlastung der wirklich belasteten Städte beitragen könne. Die effiziente und schnelle Integration der Asylsuchenden steht laut Güler auf drei Säulen: schnelle Vermittlung der deutschen Sprache, effiziente Erhebung der schulischen und beruflichen Qualifikation der Flüchtlinge, um sie zielgerichtet und schnell dem Arbeitsmarkt zuzuführen, umfassende finanzielle und ideelle Unterstützung der Kommunen bei der Integration. Als Muslima in der CDU spricht sich Güler dafür aus, muslimische Verbände stärker in die Flüchtlingsarbeit einzubinden. “Viele Asylbwerber und –bewerberinnen sind muslimischen Glaubens. Bereits heute leisten Muslime und ihre Organisationen wichtige Beiträge bei ihrer Aufnahme und Versorgung.”

Den Nachmittag nutzte Serap Güler, um sich in Trier mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes (Michael Decker), der Ökumenischen Beratungsstelle für Flüchtlinge (Carsten Stumpenhorst) und der zuständigen Ärztin des Gesundheitsamtes Trier für die präventive Gesundheitsberatung von Flüchtlingen, Dr. Barbara Deterin-Hübner, auszutauschen.

So wünschen sich die Vertreter der Wohlfahrtsverbände eine Koordinierungsstelle, die alle haupt- und ehrenamtlichen Hilfen für Asylsuchende bündelt. Diese Stelle soll im Sozialamt eingerichtet werden. Ob ein “Runder Tisch”, wie er erst kürzlich im Stadtrat Trier beschlossen worden sei, der Aufgabe der Bündelung von Maßnahmen gerecht werden könne, sei fraglich, so die Vertreter. Wünschenswert sei auch eine stärkere Verzahnung der Initiativen von Landkreis Trier-Saarburg und Stadt Trier. So wäre es von Vorteil, wenn nicht an verschiedenen Orten dieselben Sprachkurse angeboten würden, sondern diese zentralisiert werden könnten.

Schwierig gestaltete sich die Diskussion über die Rückführung der Asylsuchenden aus den Westbalkanstaaten. Seit 2014 kommt jeder dritte Asylbewerber aus dieser Region. Güler stellte sich auf den Standpunkt, dass das Gesetz zur schnelleren Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern viel konsequenter als bisher umgesetzt werden müsse. Nur dann habe man auch in der AfA Trier (Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende) genügend Platz für Asylsuchende, die in ihren Heimatländern wirklich verfolgt gewesen seien.

Ferner appellierten die Vertreter der Wohlfahrtsverbände an die Politik, dass Vorschläge zur Flüchtlingsarbeit nicht nur in Papieren unterbreitet, sondern zuvor einer Praxistauglichkeit unterzogen werden sollten. Dazu sei es wichtig, dass Politiker rechtzeitig das Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort suchten. (tr)

(http://www.trier-reporter.de/politik-hat-fluechtlingsproblematik-verschlafen)



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